Hier sind in den
vergangenen Jahren seiner Tätigkeit ohnehin nicht schließbare Lücken
entstanden. Seit dem Abbau und Wegfall der Sozialbetreuung und dem
Wegfall aller örtlichen Verbindungsstellen für die ehemaligen
Beschäftigten waren und sind wir im Seniorenbeirat überfordert und
können nur kleine Betreuungsaufgaben durchführen, vorausgesetzt,
dass auch künftig Kolleginnen und Kollegen freiwillig hierzu bereit
sind. Ihr Seniorenbeirat in Aachen mit Helferinnen und Helfern
blickt im Jahr 2008 auf 24 Jahre Tätigkeit zurück. Hier geben wir
Ihnen zu bedenken, dass inzwischen 7 Seniorenbeiratsmitglieder 80
Jahre und älter und 5 weitere die 2. Hälfte des 7. Lebensjahrzehnts
überschritten haben. Wenn auch das Alter nicht allein, sondern
vielmehr die Gesundheit jedes Einzelnen über die Ausübung der
Betreuungsaufgaben entscheidet, so haben leider auch schon eine
Reihe Lebensjüngere nicht mehr die für die vorgegebenen Aufgaben
erforderliche Gesundheit oder tragen schwer mit an der Erkrankung
ihres/ihrer Ehegatten/in. Sie können daher nur sehr begrenzt
mitarbeiten. Darüber hinaus stellen wir uns die Frage, wie wird
unsere Tätigkeit und unser Bemühen von Ihnen gewertet? Sicherlich
ist Ihnen bekannt, dass wir bei allen herausgehobenen Altersjubiläen
und wenn gewünscht, auch Krankenbesuche machen. Unser bescheidener
Veranstaltungskalender weist jährlich eine Tagesfahrt im Frühjahr,
ein Seniorentreffen im Sommer sowie die Vorweihnachtsfeier im
Dezember aus. Ihr Seniorenbeirat war und ist bemüht, diese bestens
und möglichst preisgünstig zu gestalten. Umso betrüblicher und
bedauerlicher ist es festzustellen, dass diese unsere Angebote nur
noch wenig Anklang finden, wenn man bedenkt, dass in der Stadt
Aachen über 800 Postruheständler leben. Uns ist wohlbekannt, dass
viele dieser Kolleginnen und Kollegen gleichfalls nicht mehr gesund
und daher nicht mehr an Fahrten, Treffen und Feiern teilnehmen
können. Hierfür haben wir volles Verständnis, jedoch nicht für den
großen Kreis unserer früheren Kolleginnen und Kollegen, die nichts
mehr von ehemaligen Postlern wissen wollen. Das kann und muss
natürlich jeder selbst entscheiden. Für uns freiwillig und
ehrenamtlich tätigen Seniorenbeiratsmitglieder ist es jedoch sehr
betrüblich festzustellen, dass bei unseren vielen Mühen, möglichst
alles schön zu gestalten und hierbei viel Freude zu schenken, die
Anzahl der Teilnehmer an Fahrten in den letzten 10 Jahren von 141
auf 47 und die der Weihnachtsfeier von 200 auf 123 zurückgegangen
ist.
Wir im
Seniorenbeirat sind dessen ungeachtet bereit, solange es unsere
Gesundheit zulässt, die übernommenen Betreuungsaufgaben wie bisher
fortzuführen. Sie könnten und würden uns erfreuen und ermutigen,
wenn Sie unsere Angebote annehmen würden. Unsere dringende seit
Jahren ausgesprochene und mitgeteilte Bitte um Hilfe durch
lebensjüngere und tatkräftige Kolleginnen und Kollegen für die
Seniorenbetreuung gilt weiter. Bedenken Sie bitte, ein jeder von
Ihnen, ob er will oder nicht, entscheidet mit über das Fortbestehen
unserer bisher schönen ehemaligen Postlergemeinschaft.
In diesem Sinne
wünsche ich Ihnen und Ihren Angehörigen für das Jahr 2008 recht gute
Gesundheit und Gottes reichen Segen und verbleibe
mit freundlichen Grüßen
Ihr Hubert Hermanns
Wissenswertes über ehemalige Postler
Viele
gehen krank zur Arbeit.
Seit 1990 hat
sich der Krankenstand halbiert. Im Jahre 2006 fehlte der
durchschnittliche Arbeitnehmer nur 7 Tage krankheitsbedingt. Die
Krankenstände sind in den letzten 10 Jahren um 20 % gesunken. Ein
Drittel der Arbeitnehmer geht auch gegen den ausdrücklichen Rat es
Arztes zur Arbeit.
Altersgerechter Wohnungsumbau ein
Milliardenmarkt
In NRW leben
schon jetzt in jeder dritten Wohnung rund 8 Mio. Menschen, die älter
als 60 Jahre sind. Würden in jede dieser Wohnungen 20.000 € für
seniorengerechten Umbau investiert, könnte das Handwerk sich über
Aufträge in Höhe von 58 Mrd. freuen. Knapp die Hälfte der 2,9 Mio.
Wohnungen mit Menschen über 60 Jahre sind im Eigentum der Bewohner.
Staatsschulden liegen bei insgesamt 7,2
Billionen Euro.
Das Staatsdefizit
wird unterteilt in explizite Staatsschulden in Höhe von rd. 1,5
Billionen Euro, die zu verzinsen und zu tilgen sind. Eine weit
größere Summe sind die „Unverbuchten Verbindlichkeiten“. Dabei
handelt es sich bei Bund und Ländern um die gesetzlich
festgelegten Pensionszahlungen für Beamte (bis 2040 gerechnet)
1,0 Billionen Euro und um die Ausgleichszahlungen an die
Rentenkassen (derzeit etwa 80 Mrd. jährlich) auf 25 Jahre gerechnet
rd. 2 Billionen Euro. Hinzu kommen unterlassene Vorsorgebeträge für
Neuinvestitionen, Reparaturen und Ersatzbeschaffungen von
technischen Anlagen, wie Straßen- und Brückenbau.
Telekom auf dem Wege zum Super-Gau
Jährlich fallen
im Schnitt 10.000 Stellen weg. Diesen Trend verstärkt die Absicht,
nunmehr 45.000 Telekom-Beschäftigte der Festnetzsparte in eine
eigene Servicegesellschaft auszugliedern mit längerer Arbeitszeit
und niedrigeren Löhnen.
Brief- und Paketdienst der Deutschen
Post AG wieder integriert
Im Dezember 2006
hat der Vorstand der Post AG entschieden, den „Bereich Deutschland“
in den Unternehmensbereich „Brief“ zu integrieren (Brief- und
Paketbereich wieder zusammenzulegen). Das heißt, was vor 10
Jahren getrennt wurde, wird nun wieder vereinigt. Die 13
Niederlassungen Express verlieren ihre Selbstständigkeit und
werden auf die 49 bestehenden Niederlassungen Brief aufgeteilt.
Erfolgreicher Jahresabschluss 2006 der
Deutschen Post World Net
Für das
Geschäftsjahr 2006 zieht die Deutsche Post eine positive Bilanz und
stellt eine Erhöhung der Dividende auf 75 Ct in Aussicht. Das
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit stieg um 2,9 % auf 3,87 Mrd.
Euro. Der Konzernumsatz erhöhte sich um 35,8 % auf 60,55 Mrd. Euro.
Für das Jahr 2007 rechnet der Konzern mit einem positiven
Geschäftsverlauf und einem Umsatz von 3,6 Mrd. Euro.
Telekom-Konzern stellt freiwillige
Sozialleistungen ein.
Die Konzernspitze
Telekom hat die im Rahmen von freiwilligen Sozialleistungen an ihre
Ruhestandsbeamten und Telekom-Rentner ab dem 65. Lebensjahr
gewährten Glückwünsche zum Geburtstag ab 01. März 2007 aufgrund
intensiven Wettbewerbs und ständig wachsenden Kostendrucks
eingestellt.
Die
Aachener Presse berichtete über die Post AG
in der
Zeit von März bis Oktober 2007
März Schimmelmann
tritt als Postbank-Chef ab
Der Vorstandschef der Deutschen Bank,
Wulf von Schimmelmann, hat vorzeitig seinen Rücktritt erklärt.
Nachfolger soll der bisherige Vorstand Wolfgang Klein werden. Für
den Rückzug sind private Gründe genannt worden.
Samstags keine Post? Verbraucher
vermuten teuren Extradienst
Postchef Zumwinkel hatte ein Ende der
Briefzustellung an Samstagen selbst ins Gespräch gebracht. Die Post
denkt intensiv darüber nach, Kunden nur an fünf Tagen zu beliefern.
In Erwartung neuer Konkurrenz nach dem Wegfall des Briefmonopols
2008 könne die Post ein Sechstel der Briefträger einsparen.
DVPT-Vorstand Elmar Müller vermutet, die Post wolle die Verordnung
umgehen, indem sie einen Expressdienst gründet, der die
Samstagzustellung zu höheren Gebühren für den Absender übernimmt.
Postbank rechnet mit einer Million
neuer Kunden
Nach einem Rekordjahr ist jetzt
Kontinuität angesagt. Gewinnsprünge um 31 % auf 941 Mio. Euro. Eine
Übernahme des Instituts durch andere steht nicht zur Debatte.
Schimmelmann: „Alles bleibt so, wie es ist.“ Ich habe es immer als
erstrebenswert empfunden, zu gehen, wenn es am schönsten ist und
nicht dann, wenn alle anderen es schöner fänden, wenn man ginge. Das
Programm, was für 2007 vorgenommen wird, heißt Evolution.
Post denkt an weniger Service in
Kleinfilialen
Die Deutsche Post will ihr Angebot in
kleinen und ländlichen Filialen nach dem Wegfall des Monopols
einschränken. Die Post werde in vielen Filialen nur noch „ganz
rudimentäre Produkte“ anbieten. Spezielle Leistungen, wie Wert-,
Express- oder Nachnahme können die Kunden dann vergeblich in kleinen
Poststellen suchen. Das jetzige Filialnetz soll auch nach dem
Wegfall des Monopols bestehen bleiben. Das Dienstleistungsspektrum
könne jedoch in kleinen Filialen verringert werden.
Der Post gehen die Briefe aus
Zunehmende Konkurrenz durch
Billig-Anbieter, E-Mail, Fax, SMS und Internet. Klaus Zumwinkel
sieht Gefahr für Tausende von Arbeitsplätzen. Ein Rückgang des
Volumens beim klassischen Brief in Deutschland von 3 % (rd. 250 Mio.
Sendungen) bedeuten 3 % weniger Umsatz bei der Post und rd. 5.000
weniger Arbeitsplätze. Bei einer völligen Marktöffnung und
Lohndumping der Konkurrenz könne der Post zusätzlich ein
Umsatzrückgang beim Brief von etwa 20 % drohen, sagte Zumwinkel.
Dann stehen weitere 32.000 Arbeitsplätze auf dem Spiel.
März Post plant höheres Porto
Zumwinkel verweist auf Fortfall des
Briefmonopols, die Kunden müssen mit steigenden Preisen rechnen.
Sollte wie geplant im Jahre 2008 das Briefmonopol fallen, werde das
Porto eines Standardbriefs von 55 auf 65 Cent steigen. Die Post ist
derzeit von der Mehrwertsteuer befreit. Bei der Liberalisierung muss
der Konzern, wie auch die privaten Konkurrenten 19 % Mehrwertsteuer
zahlen. Zumwinkel betonte, dass der Serviceumfang auch nach der
Liberalisierung nicht eingeschränkt werde. 12.000 Filialen und
108.000 Briefkästen bleiben erhalten und weiter an sechs Tagen von
Montag bis Samstag werden Briefe zugestellt. Das ist die Garantie
der Post, sagte Zumwinkel.
Post startet bundesweit mit der
Paketbox
Die Posttochter DHL will bis Sommer 2007
tausend Paketboxen bundesweit aufstellen, in die Kunden bereits
frankierte Päckchen und Pakete einwerfen können. Auch die Zahl der
800 Paketstationen, an denen Kunden Pakete abholen, will DHL auf rd.
1.000 erhöhen.
April Ende des Jahres fällt das Briefmonopol
Das Briefmonopol der Post wird zum Ende
des Jahres fallen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und SPD-Chef
Kurt Beck verständigten sich darauf, das Monopol des Konzerns für
Briefe unter 50 g wie geplant zum 1. Januar 2008 abzuschaffen.
EU-weit sollen die Postmärkte erst 2009 geöffnet werden.
Mai Die Post will auch am Sonntag Geld verdienen
Mit Blick auf den verstärkten Wettbewerb
wird die Post möglicherweise künftig auch sonntags Zeitungen,
Magazine oder Kataloge zustellen. Mit einem auserwählten Kundenkreis
soll dabei ein tragfähiges Konzept entwickelt werden. An einen
Wegfall der Samstagzustellung sei nicht gedacht. Die Post verfolge
die Strategie, Verluste an Marktanteilen in Deutschland durch
Gewinne in anderen Ländern auszugleichen.
Änderungen in der Postführung
Der Vertrag des Postvorstandschefs Klaus
Zumwinkel läuft Ende 2008 aus. In der Postführung rückt Frank Appel
(45) auf und ist für die vielfältigen Aufgaben des internationalen
Briefgeschäftes und für wichtige Regulierungsaufgaben vorgesehen. Er
gilt damit als aussichtsreicher Nachfolger von Zumwinkel. Jürgen
Gerdes (42) rückt nach einem Beschluss des Aufsichtsrates als neuer
Chef für das nationale Brief- und Paketgeschäft in den Vorstand des
Konzerns auf.
Postbank erwartet harten Wettbewerb
Der scheidende Vorstandschef Wulf von
Schimmelmann sagte, erstmals wolle die Postbank in diesem Jahr eine
Mio. Neukunden gewinnen. 2006 war die Kundenzahl auf rd. 14,6 Mio.
angestiegen. Die Deutsche Postbank will auch bei hartem Wettbewerb
weiter wachsen.
Mai Postprotest: Viele Briefkästen bleiben leer
Etliche Briefkästen in Aachen blieben am
Montag, dem 14. Mai, leer, weil viele Zusteller nach Berlin gefahren
waren. Dort demonstrierten sie mit mehr als 20.000 Postbediensteten
für eine zeitgleiche Marktöffnung der Postdienste in allen Ländern
der EU. Bei einer vorschnellen Öffnung des deutschen Postmarktes
drohe der Verlust von 32.000 Arbeitsplätzen warnte Ver.di. Rd. 800
Postler aus Aachen und Köln hatten sich dem Berliner Protest
angeschlossen.
Post baut bis zu 1.000 Stellen ab
Mit der Zusammenlegung der Brief- und
Paketsparte spart die Deutsche Post AG, Bonn, 800 bis 1.000
Arbeitsplätze ein. Von den Stellenstreichungen seien Mitarbeiter im
Verwaltungsbereich betroffen. Der Abbau erfolge sozialverträglich
durch Jobangebote im Konzern. Subunternehmen der Posttochter DHL
erhalten künftig 20 % weniger für die Auslieferung von Paketen.
Betroffen sind hierdurch knapp 100 Subunternehmen in den 880
Zustellbezirken, in denen die Post Dritte für die Auslieferung
einsetzt.
Armutslöhne für Briefträger
Die Liberalisierung des Postmarktes hat
nach einer Studie zu Armutslöhnen und misslichen
Beschäftigungsverhältnissen in der Branche geführt. Bei den 750
neuen Konkurrenten der Deutschen Post arbeiteten 60 % der rd. 46.000
Beschäftigten als Minijobber. Bruttostundenlöhne von etwas über 5 €
sind keine Seltenheit. Viele der neuen Briefträger sind zusätzlich
auf Arbeitslosengeld II angewiesen.
Juni Zum Sterben zuviel, zum Überleben zuwenig
Briefträger bei privaten Dienstleistern
sind oft auf Arbeitslosengeld II angewiesen, pro Brief nur 12 Cent.
Hier handelt es sich um
Beschäftigungsformen, die durch Unsicherheit, Instabilität und
Abhängigkeit charakterisieren. Aktuell arbeiten bei den neuen
Briefdienstleistern rd. 45.000 Menschen, in der Mehrzahl als
Minijobber. Gleichzeitig hat die Post seit 1999 rd. 33.000
Vollzeitarbeitsplätze abgebaut. Geht der Bund nicht gegen die
Billigkonkurrenz vor, so Postchef Zumwinkel, drohe der Verlust von
32.000 Jobs.
Post will mit Postpoints die
Erreichbarkeit verbessern
Die Post will mit rd. 600 neuen
Minifilialen in Einzelhandelsgeschäften die Versorgung der
Bevölkerung verbessern – zunächst im Probetrieb – und gegenüber der
Konkurrenz die „erste Wahl“ bleiben. In den Postpoints gibt es nur
ein begrenztes Grundangebot für die Kunden. Mit dem Filialformat sei
die Post künftig bis zum Jahresende mit mehr als 13.000 Standorten
vertreten. Einige Postpoints sind auch in der Region Aachen geplant.
Die Post AG ist im Zuge ihres Monopols nach staatlichen Auflagen zu
12.000 festen Standorten verpflichtet. Sie unterhält zur Zeit etwa
12.500, hiervon allerdings bereits mehr als 7.000 private Agenturen.
Auch eigene Filialen wurden in den vergangenen Jahren vielfach zu
kleineren Post-Service-Shops – inzwischen rd. 3.700 – abgespeckt.
Juli Mindestens 5 Mal in der Woche Post
Die Öffnung des Briefmarktes der EU
verschafft privaten Anbietern und Kunden in Deutschland viele
Vorteile. Der Verbraucher kann beruhigt sein. Auch in Zukunft wird
er mindestens 5 Mal in der Woche seine Post nach Hause geliefert
bekommen. Briefe dürfen nach der Reform nicht liegen bleiben, das
ist die wichtigste Konsequenz der Marktöffnung, die europaweit 2011
und in Deutschland sogar schon 2008 in Kraft tritt, wenn sich die
große Koalition darauf einigt. Dann dürfen neben der gelben Post
auch die privaten Zustelldienste loslegen, die längst in den
Startlöchern für den heiß umkämpften 10-Milliardenmarkt bei
Sendungen bis 1.000 Gramm stehen. Seit 1999 wurden 46.000 neue Jobs
geschaffen, während die Post AG im gleichen Zeitraum 29.000
Arbeitsplätze abgebaut hat. Der Trend geht weiter.
August Beispielloser sozialer Kahlschlag – Post in EU vor
Scherbenhaufen
Auf dem deutschen Briefmarkt müsse einem
beispiellosen sozialen Kahlschlag Einhalt geboten werden, forderte
Postvorsitzender Zumwinkel, andernfalls seien bei der Post 32.000
Stellen in Gefahr. Er forderte die zügige Einführung eines
Mindestlohnes und einen allgemein gültigen Tarifvertrag für die
Postbranche. Es gehe nicht an, dass die Post pro Jahr 2,3 Mrd. Euro
in die Sozialkassen einzahle, während die privaten Wettbewerber sich
über Niedriglöhne und Transferleistungen aus den Sozialkassen ihre
Marktpräsenz von uns bezahlen lassen.
Tauschgeschäft um die Post –
Mindestlohn für die Branche – Briefmonopol fällt
Die Union stellt ihre Bedenken gegen
Mindestlöhne bei den Postdienstleistungen zurück. „Im Gegenzug“ will
die SPD akzeptieren, dass das Briefmonopol zum Ende des Jahres
falle. Das Ringen um Wettbewerb und Standort im Postmarkt geht damit
in die nächste Runde. Jetzt sind die Tarifpartner am Zug.
Umbau der Postbank in Aachen am
Kapuzinergraben
Das Postbankcenter am Kapuzinergraben
wird bis Mitte/Ende Oktober umgebaut. Während dieser Arbeiten werden
die Post- und Postbankleistungen in einer Ausweichfiliale „An den
Frauenbrüdern 1“ angeboten.
September Mindestlohn für die Postbranche
Erstmals ist für die Postbranche zwischen
der Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di und dem Arbeitgeberverband
AGV ein Mindestlohn ausgehandelt worden. Der Mindestlohntarifvertrag
soll für die rd. 200.000 Beschäftigten der Postdienstbranche gelten.
Vereinbart wurden mindestens 9,80 € pro Stunde für Briefzusteller im
Westen und 9 € im Osten.
Deutsche Post AG will
Packstationennetz flächendeckend ausbauen
Bis Ende 2009 sollen zu den bereits rd.
900 Packstationen nochmals 1.500 Automaten hinzukommen. Rd. 90 % der
Bevölkerung könnten dann eine der 2.400 Packstationen innerhalb von
10 Minuten erreichen und rund um die Uhr Pakete und Päckchen
verschicken und empfangen.
September Lufthansa und Post AG gründen Frachtflugtochter
Mit einer gemeinsamen Frachttochter
wollen die Lufthansa und die Deutsche Post AG ihre Zusammenarbeit
ausbauen. Das Gemeinschaftsunternehmen werde seinen Sitz in Leipzig
haben. Damit besteht die viertgrößte Frachtfluggesellschaft in
Europa. Die Flugzeuge sollen Ziele vor allem in Asien sowie in USA
anfliegen. Beginn des Flugbetriebs ist für April 2009 geplant.
Die Deutsche Post AG richtet mehr
Minifilialen ein
Ab 2008 wird es mit den neuen „Postpoints“
in Läden deutschlandweit mehr als 13.000 Filialstandorte geben. Zu
den 12.600 etablierten Filialen kommen rd. 900 der neuen „Postpoints“
mit dem Grundangebot, Briefe, Päckchen und Pakete anzunehmen und
Brief- und Paketmarken zu verkaufen.
Oktober Neues Konzept der Postbank
Die Postbank will sich im hart umkämpften
Privatkundengeschäft mit einem neuen Filialkonzept behaupten. Das
neue Konzept soll von Anfang 2008 an bundesweit in den mittlerweile
855 Finanz-Centern umgesetzt werden, die Produkte der Post dabei
aber nicht vernachlässigt werden. Außerdem will die Postbank an
ihren Schaltern auch Veranstaltungstickets verkaufen. Für die Kunden
sollen sich vor allem die Wartezeiten an den Schaltern verkürzen.
Rund 90 % der Besucher in den Filialen sind noch keine Kunden.
Bundesrat segnet Mindestlohn bei der
Post ab
Die Aufnahme der Briefleister in das
Arbeitnehmer-Entsendegesetz hat weitere Hürden genommen. Der
Bundesrat erhob keine Einwände gegen den Gesetzesentwurf der
Bundesregierung, mit dem Briefträger einen Mindestlohn erhalten
sollen. Anträge zur Einführung flächendeckender Mindestlöhne lehnte
die Unionsmehrheit ab.
Koalition streitet ums Geld für
Briefzusteller
Im Streit um einen Mindestlohn für
Briefdienste hat SPD-Chef Beck ein Machtwort der Kanzlerin
gefordert. Er erwarte nicht mehr und nicht weniger, als dass Merkel
„das gegebene Wort einhält und dafür sorgt, dass auch die Union es
einhält“. Die Union hat große Zweifel und mahnt eine „saubere
Lösung“ an. Es müssten noch zahlreiche Fragen geklärt werden.
Müntefering (SPD) geht davon aus, dass zum 1. Januar 2008 ein
verbindlicher Mindestlohn für alle Briefdienste eingeführt wird. Der
Bundestag debattierte erstmals über die Ausweitung des
Entsendegesetzes auf Briefdienste, die der erste Schritt für den
Mindestlohn ist.
Postbank Finanz-Center im
Kapuzinerkarree Aachen wieder geöffnet
Das Ziel, die Kunden innerhalb von 5
Minuten zu bedienen, ist im neuen Postbank-Finanz-Center im
Kapuzinerkarree seit 25.10.2007 erreicht, formuliert Filialleiter
Frank Herrmann. Neben Stärkung der Bankdienstleistungen steht eine
kundenfreundlichere Organisation und Abwicklung im Vordergrund. So
sollen lästige Schlangenbildungen vor den Postschaltern künftig
durch das numerische Kundenrufsystem vermieden werden. Wer trotzdem
mal warten muss, kann auf die neue Sitzgruppe mit Kaffeeautomat und
Wasserspender zurückgreifen. Auch wenn die Filiale mehr Bank als
Post geworden ist, bieten die knapp 30 Angestellten neben
Bankgeschäften immer noch alle Leistungen um Briefe und Pakete an.
Man kann also alles erledigen, betont Pressesprecher Rainer Enzer.
Post-Mindestlohn entzweit die große
Koalition
Der Streit über den Mindestlohn für
Postzustellung ist erneut entflammt. Der von der Post AG und der
Gewerkschaft Ver.di ausgehandelte Mindestlohntarifvertrag erfüllt
nach Auffassung der Union nicht die Bedingungen für eine
branchenverbindliche Lohnuntergrenze. Die CDU fordert daraufhin, den
Tarifvertrag neu zu verhandeln. Arbeitsminister Müntefering pochte
auf Einhaltung der Vereinbarungen, zeigte sich aber gesprächsbereit.
Kanzlerin Merkel steht zu den in der Koalition getroffenen
Vereinbarungen über die Einführung eines Post-Mindestlohnes zum 1.
Januar 2008. Sie sehe aber noch Fragen offen.
Tagesfahrt der Aachener Postsenioren zur
Domstadt Köln
Am 22. Mai 2007
fuhren 47 Seniorinnen und Senioren mit dem Omnibus der Fa. Hammes
nach Einladung des Seniorenbeirates nach Köln. Nach einstündiger
Fahrt ohne jeden Stau auf der stark befahrenen Bundesautobahn 4
gelangten wir zur Spitze der Rheinau-Hafenanlage, die zurzeit eine
Großbaustelle ist. Das Schokoladenmuseum wurde aufgesucht. In
Gruppen aufgeteilt zeigte und erklärte man uns auf drei
Museumsebenen die Kulturgeschichte der Schokolade während einer
Zeitspanne von 3.000 Jahren bis zur heutigen Hochtechnik und dem
Fertigprodukt der Tafelschokolade. Nach der Besichtigung war die
Wegstrecke bis zur Brauereigaststätte „Malzmühle“ nicht weit. Nach à
la carte konnten alle das gewünschte Mittagsmahl wählen. In der
Zwischenzeit servierte der traditionell blaugeschürzte Köbes die
schmackhaften Kölsch-Malzbierstäbchen. Alle waren mit dem guten
preiswerten Essen und der zügigen freundlichen Bedienung zufrieden.
Pünktlich, wie vorgesehen, brachte der Omnibus uns zur Anlegestelle
an der Hohenzollern-Rheinbrücke. Dort bestiegen wir das Boot, das
uns eine Stunde bei sehr schönem sonnigen Wetter entlang der
sehenswerten Altstadt Kölns Richtung Rodenkirchen und zurück fuhr.
Auf dem Oberdeck des Bootes herrschte frohe Stimmung und reger
Gedankenaustausch. Nach der Schifffahrt konnten alle Fahrtteilnehmer
drei Stunden Zeit bis zur Rückfahrt, wie gewünscht, frei in Köln
verbringen. Da eine leichte Gewitterschauer den von vielen
Seniorinnen und Senioren geplanten Spaziergang am schönen Rheinufer
durchkreuzte, boten Dombesuch, Hohe Straße und Cafés bei Kaffee und
Kuchen Abwechslung. Um 18.00 Uhr, wie geplant, war die Rückfahrt
nach Aachen ab Busbahnhof Köln. Auf dem Rückweg über die Autobahn
überraschten uns Gewitterausläufer, die sehr großen Schaden in der
früheren Hauptstadt Bonn angerichtet hatten, auf dem Streckabschnitt
bis Düren. Der Regen prasselte so stark, dass unser Fahrer die
Fahrtgeschwindigkeit verringern musste. Auf der Strecke Düren-Aachen
waren keine Regengüsse niedergegangen. Wohlauf erreichten alle gegen
19.30 Uhr den Ausgangspunkt unserer Fahrt und dankten dem Fahrer und
den für die Fahrt Verantwortlichen des Seniorenbeirates für den sehr
schönen abwechslungsreich gestalteten Tag.
Postseniorentreffen
am 15. August 2007 in Aachen
Der Einladung mit
der eindringlichen Bitte des SBR, doch an dem jährlichen Treffen und
Wiedersehen teilzunehmen, solange es noch möglich ist, folgten in
diesem Jahr erfreulicherweise 19 Kolleginnen und Kollegen mehr als
im Vorjahr.
Der Sprecher des
SBR Hubert Hermanns begrüßte alle recht herzlich im Namen des
gesamten Seniorenbeirates mit dem Wunsche, miteinander einige
schöne Stunden zu verbringen. Alle ließen sich den selbstgebackenen
Kuchen im Hause Kommer gut schmecken. Es herrschte ein reger
Gedankenaustausch mit den Tischnachbarn bei froher Stimmung, der
durch Vorträge der Sprecher H. Hermanns und Breil unterbrochen
wurde. Kollege Hermanns berichtete über Schwerpunkte der
Seniorenbetreuung und zog hierbei Vergleiche mit SBR im Bereich
Köln. Er bedauerte sehr, dass es seit Jahren wegen zu geringer
Beteiligung nicht mehr möglich war, gemeinsame Gruppenfahrten des
Erholungswerkes von Aachen durchzuführen. Aufzeichnungen des SBR
Aachen aus den Jahren 1987, 1997 und 2007 über durchgeführte
Fahrten, Seniorentreffen und Weihnachtsfeiern zeigen deutlich, dass
die Angebote und das Bemühen des SBR um Teilnahme hieran von Jahr zu
Jahr von den Seniorinnen und Senioren weniger angenommen werden. Der
SBR ist jedoch trotz aller Erschwernisse weiterhin gewillt, die
Betreuungsaufgaben, wie in den Richtlinie des Betreuungswerkes
vorgegeben, fortzusetzen, um die Gemeinschaft der ehemaligen Postler
zu erhalten und zu fördern.
Zwei Vertreter
der Vereinigten Post-Versicherung (VPV) informierten über ein
allumfassendes, leistungsstarkes Versicherungskonzept. Nach diesen
Informationen vergingen bei froher Unterhaltung die Stunden des
schönen Beisammenseins allzu rasch.